Plauen
 

Wissenswertes über Whisky und Whiskey

Herkunft, Herstellung, Sorten, ...

Whisky oder Whiskey? Prinzipiell sind beide Schreibweisen zulässig. Es ist allerdings üblich, die Schreibweise ohne 'e', also Whisky, für Scotch, die mit 'e' für alle anderen Sorten (Irish, Bourbon, etc) zu verwenden.

Whisky ist ein sehr altes Getränk, das bereits in Dokumenten aus dem 16. Jahrhundert erwähnt wird. Der Ausdruck 'Whisky' stammt aus dem Gälischen. Kommt von 'Uisge beatha' oder 'usquebaugh', was soviel wie 'Lebenswasser' heißt.

Heute wird Whisky in verschiedenen Ländern (Irland, Schottland, USA, Kanada), nach verschiedenen Verfahren, unter Verwendung verschiedener Ausgangsstoffe (Gerste, Mais, Malz, Roggen), hergestellt. Im allgemeinen wird dabei zwischen Scotch, Irish, Rye, Canadian und Bourbon unterschieden.

Wie der Name schon andeutet, wird Scotch in Schottland, Irish in Irland und Canadian in Kanada hergestellt. Bourbon darf nur für in den USA hergestellten Whiskeys benutzt werden, während Rye-Whiskey sowohl in den USA wie in Kanada hergestellt wird. Scotch und Irish sind geschützte Bezeichnungen, die nur für Brände aus den jeweiligen Regionen verwendet werden dürfen.

Bourbon-Whiskey

Der Ursprung des heute so bekannten Bourbon Whiskey liegt im Scott County, dem zum Staat Virginia gehörenden Teil des Bourbon County. Da im westlichen Nachbarstaat Kentucky ein vergleichbarer Whiskey hergestellt wurde, schuf man die gemeinsame Bezeichnung "Kentucky Bourbon Whiskey". Dadurch wollte man sich von den Roggendestillaten aus dem nordöstlich gelegenen Pennsylvanien und den Whiskeys der illegalen Brenner unterscheiden.

Die erste lizenzierte amerikanische Whiskey (Bourbon) - Brennerei war die von Jack Daniels.

Das Gesetz in den USA schreibt vor, dass Bourbon aus mindestens 51% Mais hergestellt werden muss, wobei in der Regel der Anteil viel höher ist. Weiterhin kann Gerstenmalz zur Stärkeumwandlung zugesetzt werden und manchen, besonders den hochwertigen Sorten, wird auch Roggen beigegeben.

Bourbon wird im Pot-Still-Verfahren auf etwa 70 Vol.-% destilliert, wobei eine Höchstgrenze von 80 Vol.-% erlaubt ist. Anschließend werden viele Sorten noch gefiltert und in ausgekohlten Holzfässern gelagert. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestlagerzeit beträgt zwei Jahre, wobei gute Bourbons mindestens vier Jahre lang im Holzfass reifen, jedoch nur selten länger als acht oder zehn Jahre.

Bourbon wird im allgemeinen unverschnitten (straight) verkauft. Wird er mit neutralem Sprit vermischt, darf er nicht mehr Bourbon heißen, sondern muss Blended Whiskey genannt werden.

 

Für die Beschreibung von American Whiskey gelten folgende vier Prunkte:

• Bourbon Whiskey ist ein höchstens 80 Prozent Alkohol enthaltendes Destillat aus einer fermentierbaren Maische, die mindestens 51 Prozent Mais enthält und nach wenigstens zweijähriger Lagerung in innen angekohlten Eichenholzfässern abgefüllt worden ist.

• Straight Whiskey ist ein aus einer einzigen Brennerei stammender Whiskey.

• Blended Straight Whiskey ist ein Gemisch verschiedener Straight Bourbon Whiskeys (er ist mit den Vatted Malt Whiskies Schottlands vergleichbar).

• Blended American Whiskey ist ein mit einfachem, nicht aus überwiegend Mais hergestelltem Alkohol verschnittener Bourbon Whiskey, der mit den Blended Scotch Whiskies verglichen werden kann.

Canadian-Whiskey

Canadian Whiskey darf nur aus Getreide wie Mais, Roggen, Weizen oder Gerste hergestellt werden. Die genauen prozentualen Anteile der Whiskies verschiedener Destillerien, sind nicht per Gesetz festgelegt wie in den USA. In den USA müssen deshalb alle importierten kanadischen Whiskies als „blended“ gekennzeichnet sein.

Die Basis für den Blend bildet in der Regel ein sehr leichter, fast neutraler Grain (Getreide) Whiskey. Geschmacklich beeinflusst wird er jedoch durch den Rye Whiskey (Roggen).

Herstellung:

Aus kleinen Mengen Hefe wird mit Zusatz von Malzsirup in Brutkästen eine kontinuierliche Vermehrung mit gleichbleibender Qualität erreicht. Die Hefekulturen bewirken das Einsetzen der alkoholischen Gärung in der Getreidemaische. Am Ende des Gärungsprozesses erhält man eine bierähnliche Flüssigkeit, die nach zwei Brennvorgängen ein sehr reines Destillat ergibt.

Der Canadian Whiskey reift in entweder innen ausgekohlten oder auch frischen Eichenfässern mindestens zwei, normalerweise jedoch fünf bis sechs Jahre.

Der Canadian Whisky hat von allen Whisky-Arten den leichtesten und zartesten Geschmack. Man kann ihn wie Scotch trinken und er ist auch sehr gut zum Mixen geeignet, da er im Geschmack nicht so durchdringend wie etwa Bourbon Whiskey ist.

Irish-Whiskey

Nach der Legende soll der Heilige Patrick aus einer mystischen Versunkenheit aufgeschreckt sein, als eine Schüssel gekochter Gerste plötzlich zu gären begann und die Dämpfe gen Himmel stiegen. In der kühlen Luft kehren sie jedoch tröpfchenweise zur Erde zurück – genau in St. Patricks Fastenbecher hinein – und der Whiskey war entdeckt. Das erzählen von Geschichten war schon seit jeher eine große Gabe der Iren. In Wahrheit dürfte der erste irische Whiskey eher in den Alchemistenküchen eines Mönchordens entstanden sein.

Auch der irische Whiskey wird auf zwei Arten hergestellt: im portionsweisen Pot-Still oder im kontinuierlichen Patent-Still-Verfahren. Der Großteil des Irish wird "straight" verkauft, das heißt, er ist nicht vermischt. Der Malt Whiskey ist jedoch recht selten, die Grain Whiskeys sind es, die den Löwenanteil ausmachen. Sie werden aber, anders als in Schottland, im Pot-Still-Verfahren gebrannt.

Bei der Produktion von reinem Malt wird nur gemälzte Gerste verwendet. Für die Herstellung von normalem Straight Grain werden die übrigen geschroteten Getreideanteile jetzt zugesetzt. Das Mischungsverhältnis der Getreide wird recht unterschiedlich gehandhabt. Eine oft verwendete Mischung ist 40 Prozent gemälzte und ungemälzte Gerste, 12 Prozent Hafer, 6 Prozent Weizen und 2 Prozent Roggen. Eine Verkleinerung des Gersteanteils wird meist mit einer Vergrößerung des Weizenanteils ausgeglichen. Mais wird im Gegensatz zu Schottland nicht verwendet.

Dem irischen Whiskey fehlt vor allem die rauchige Note, denn die gedarrte Gerste wird nicht, wie in Schottland üblich, über schwelenden Torffeuern geräuchert. Die irischen Whiskeybrenner weisen außerdem auf ihren besonders zarten Malz hin und den Weizen, ungemälzter Gerste, Hafer und Roggen – manchmal auch Zuckerrohrmelasse – die sie ihren Grundstoffen beimischen. Sie destillieren ihren Whiskey auch nicht zweimal, sondern dreimal. Dieses Verfahren führt denn zu einem Destillat mit runden 63 Vol.-% Alkohol, der dann auf normale Trinkstärke reduziert wird.

Die Irische Whiskeyherstellung hat folgende Ausgangsprodukte:

• straight Whiskeys werden immer in Pot-Still-Anlagen gebrannt, entweder aus Gerstenmalz (Pure Malt Whiskeys) oder aus Getreidemischungen (Straight Grain Whiskeys)

• Straight Blended Whiskeys bestehen aus Straight Grain Whiskeysunterschiedlicher Sorten und Jahrgänge, gebrannt nach dem Pot-Still-Verfahren.

• Blended Irish Whiskeys sind Mischungen von Malt und Grain Whiskeys, egal nach welchem Verfahren sie produziert wurden.

Scotch Whisky

Der Scotch wird in drei Sorten unterschieden: der 'Malt Whisky' (Malzwhisky) aus Gerstenmalz, der in Blasenapparaten (sogenannten Pot-Stills) destilliert wird. Andere Bezeichnungen für den 'Malt' sind auch 'Single' oder 'Pure Whisky'. Des weiteren gibt es den 'Grain Whisky' (Getreidewhisky), aus unterschiedlichen Getreidearten in Kolonnenapparaten (Patent-Stills) destilliert, und als letzte Version den 'Blended Whisky', der meistens gemeint ist, wenn man von 'Scotch' spricht.

Malt Whisky wird aus reiner Gerste hergestellt. Dazu wird die Gerste eingeweicht und auf einer Mälztenne bis zu 12 Tage zum keimen gelagert. Dabei wird die Stärke in Zucker umgewandelt. Dieses grüne Malz wird über einem Feuer aus Buchenspänen, Holzkohle, Torf und Heidereisern getrocknet und geräuchert. Daher bekommt der Whiskey seinen einzigartigen Geschmack. Die Gerste wird anschließend geschrotet, mit heißem Wasser vermengt (um den Zucker zu lösen) und dann in großen Bottichen mit klarem Wasser und Hefe zum Gären gebracht. Nach zweimaliger Destillation wird der Malt Whisky in Sherryfässern aus Spanien gelagert, daher die dunkle Farbe. Die Lagerzeit beträgt mind. 3, meist aber eher 7-12 Jahre. Man unterscheidet in vier Gruppen: die Highland Malt Whiskys, die Lowland Malt Whiskys, die Island Malt Whiskys und die Campbletown Malt Whiskys.

Außer durch das Brennverfahren unterscheidet sich der Grain Whisky noch durch die Zutatenwahl. Der Hauptbestandteil ist Mais. Der Mais wird nicht gemälzt und nicht geräuchert. Aber ohne Verzuckerung kann die Maisstärke nicht in Alkohol umgewandelt werden. Deshalb mengt man einen kleinen Anteil gemälzter Gerste hinzu, um die Verzuckerung anzuregen. Die nächsten Schritte laufen ähnlich wie beim Malt ab.

Nach dem Brennen wird Whisky in Fässer gelagert, damit er reifen kann. Die verwendeten Holzfässer erlauben, dass ein Teil des Whiskys verdunstet, wodurch auch die unerwünschten Fuselstoffe abgegeben werden. Da Malt Whisky mehr Geschmacksstoffe enthält, dauert seine Reifung üblicherweise länger.

Nach der Reifung werden verschiedene Whiskysorten miteinander vermischt (verschnitten). Dieser 'Blend' wird durch mit enthärteten Wasser auf den erforderlichen Alkoholgehalt reduziert. Je nach Art der bei der Lagerung verwendeten Fässer ist der ausgereifte Whisky heller oder dunkler. Whisky, der in Eichenfässern gelagert wird, die unmittelbar vorher Sherry enthalten haben, wird während der langjährigen Lagerung dunkler. Nach sorgfältigem Filtern wird der Whisky auf modernen Abfüllanlagen in Glasflaschen gefüllt.

Das Destillieren ist nur einer von vielen Faktoren. Auch die natürlichen Faktoren, wie Wasser, Torf und Klima, wirken sich auf den Geschmack von Scotch Whisky aus. Wasser spielt dabei eine große Rolle. Eine Quelle mit gutem, weichen Wasser ist daher wichtigste Voraussetzung für jede Brennerei. Der Torf, über dessen Feuer das Malz getrocknet wird, gibt dem Whisky ebenfalls einen typischen Geschmack. Das Klima wirkt sich auf den Reifungsprozess aus. Luft dringt in die Fässer und verbindet sich mit dem Whisky. Unerwünschte Nebenbestandteile verdunsten im richtigen Maße. Es entsteht ein milder Whisky.

die offizielle Definition

• Wie so viele andere Produkte, so ist auch der Scotch einem Gesetz unterworfen, das Herstellungsart und -ort festlegt. Der Begriff 'Scotch Whisky' wurde bereits 1909 in Großbritannien festgelegt und ist seit 1989 europaweit definiert. Die "offizielle Definition" ist im Vereinigten Königreich (UK) in "The Scotch Whisky Order 1990" geregelt. Hiernach ist ein Scotch Whisky ein Whisky

• der in einer Brennerei in Schottland aus Wasser und gemälzter Gerste (der nur noch ganze Körner anderer Getreidesorten hinzugefügt werden dürfen), welche in dieser Brennerei zu Maische verarbeitet wurden, nur durch endogene Enzymsysteme in ein gärbares Substrat übergeführt wurden, und nur durch die Zugabe von Hefe gegärt wurde,

• welcher auf einen Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Vol-% destilliert wurde, so dass das Destillat den bei der Produktion verwendeten Ausgangsstoffen Aroma und Geschmack entzieht,

• welcher in besteuerten Lagerhäusern in Schottland in Eichenfässern mit einer Höchstkapazität von 700 l gereift wurde, die Reifungsdauer darf dabei drei Jahre nicht unterschreiten,

• welcher seine Farbe, sein Aroma und seinen Geschmack von den in der Produktion und Reifung verwendeten Ausgangsmaterialen bezieht, und welchem nur die Substanzen Wasser und Zuckercouleur beigefügt wurde.

Zudem schreibt das britische und auch das europäische Gesetz einen Mindestalkoholgehalt von 40 Vol-% vor.

Was ist guter Whisky oder wie erkennt man ihn?

 

Man könnte der Werbung eines Discounters folgen und behaupten: Guten Whisky erkennt man an gutem Whisky! Aber so einfach ist es dann doch nicht. Schmeckt und riecht doch jeder Whisky anders. Die Wahrnehmung von Gerüchen und Geschmäckern ist durchaus unterschiedlich ausgeprägt bei uns Menschen. Und das ist auch gut so.

 

Ohne Frage, es gibt sehr gute Blend Whiskys, insbesondere jene mit einem höheren Malt Whisky Anteil, aber dennoch, mein Augenmerk liegt auf den unverschnittenen Schottischen Single Malts. Zum einen ist die Ausbeute unverschnittener Malts relativ gering, d.h. dass in der Regel nur 2 von 10 Fassreifungen für eine echte Single Malt Abfüllung taugen. Alles andere geht in den Verschnitt. Zum anderen wird in namhaften Destillerien oft schon seit Jahrhunderten mit größter Sorgfalt und Tradition gebrannt und die Auswahl der Zutaten sorgfältig geprüft. 'So ist man z.B. bei der Destillerie Bowmore erst kürzlich wieder von Edelstahl zu Holz Gärtanks zurückgekehrt'. Vielleicht aus Traditionsbewußtsein, wer weiß. Wichtig ist aber zu wissen, was man kauft. Guter Whisky kann nicht billig sein, weder im Geschmack noch im Preis. Man sollte wissen wo das Destillat herkommt. Hat man eine Destillerie Angabe ist schon viel gewonnen. Dann kann man sich nämlich informieren über Herstellung, Lagerung, Geschmackrichtung... Ob der Kauf im Discounter richtig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Außerdem darf das Alter des Whiskys nicht immer mit Besser gleichgesetzt werden. Es kann durchaus sein, das ein jüngerer Whisky reifer ist als ein älterer. Das hängt z.B. davon ab wie gelagert wurde oder in welchen Fässern (große oder kleine Fässer) u.s.w.

 

Wie trinkt und genießt man guten Whisky?

Zuerst einmal: Ihren Whisky bitte nicht mit Eis, Cola oder sonstigem verunreinigen. Ach so, und auch nicht in den Kühlschrank damit. Die Aromen entfalten sich am Besten bei Zimmertemperatur oder leicht darunter. Die Aromen werden auch freigesetzt, wenn ein wenig entmineralisiertes stilles Wasser zugegeben wird. Man wird hin und wieder erstaunt sein, wie anders ein Malt plötzlich mit Wasser schmeckt. Deshalb gibt es auch häufig zwei Verkostungsnotizen. Es gibt Whiskys, die durchaus für Tumbler Gläser (größere runde Gläser) geeignet sind. Häufiger werden jedoch Nosing Gläser verwendet. Das sind tulpenförmige Gläser mit Stiel die nach oben verjüngt sind, um die Aromen zu halten.

 

Wie schmeckt welcher Whisky?

Eine Frage, die ich nicht in einem Satz beantworten kann. Hunderte von Aromen, die in den Whiskys zu finden sind enstehen durch ihre spezielle Herstellungsweise. So enstehen rauchig, torfige Töne z.B durch das Darren der keimenden Gerste, viele andere 'Düfte' aber durch den Beginn des Mittellaufs bei der Destillation. Der Mittellauf ist nämlich reich an aromatischen Estern. So ganz grob gesprochen kann man Whiskys in verschiedene Geschmackskategorien einteilen. So ist z.B

• Tomatin, Highlands Samtig Weich, dazu fruchtig da im Sherry Fass gelagert, Keine Spuren von Rauch und Torf

• Glenlivet, Speyside, Fruchtig & Blumig, da im Sherry Fass gelagert.

Leicht Rauchig, Whisky für Jedermann, Einsteiger Whisky

• Auchentoshan, Lowlands, Weich, Samtig, nur leicht getorft

Einziger Single Malt mit Dreifachdestillation, gehobener Einsteiger Whisky

• Macduff, Highlands (bekannt als Glen Deveron), frisch malzig & leicht süß (Sherryfass), Mild und ausgewogen zu vielen Gelegenheiten

• Old Pulteney, nördliche Highlands, nördlichste Festlandbrennerei Schottlands, leicht fruchtig, torfig, salzig. Im Abgang süß-salzig

• Glen Moray, Speyside, Schwesterdestillerie von „Glen Morangie“

geschmacklich ausgewogen & vielfältig, süß, sanft, würzig, fruchtig, kräftig

• Bowmore, Isle of Islay, sehr ausgewogen rauchig, torfig. Leicht salzige, teils auch liebliche Noten. milder Islay Whisky

• Coal Ila, Isle of Islay, sehr typischer Islay Whisky, ähnlich dem Bowmore aber noch mehr rauchig, torfig

Man könnte Ihnen jetzt natürlich vorschreiben, welchen Whisky Sie als Einsteiger trinken sollten und welchen nicht. Ehrlich gesagt finde ich die beste Variante, einfach mal zwei oder drei mit verschiedenen Geschmacksrichtungen zu verkosten. Dann merken Sie sehr schnell welcher Whiskytyp Sie sind oder ob überhaupt einer. Es gibt durchaus Menschen die von Anfang an mit rauchig, torfigen und phenoligen Whiskys was anfangen können, obwohl es heisst man sollte diese Whiskys als Einsteiger meiden. (Hab ich schon gehört). Oben aufgezählte Whiskys sind sehr häufig gekaufte und gute Whiskys. Von allen tätigen Destillerien gibt es natürlich auch ältere Fasslagerungen, Sonderabfüllungen, Cask Strength,... und und und. Die Preise nehmen dann dabei eine größere Bandbreite ein.

 

Wie lange kann man Whisky aufheben?

Das ist keine schwierige Frage! Im Gegensatz zu Wein, der auch in der Flasche reift, ist der Whisky da unsensibler. Wenn Whisky mal in Flaschen abgefüllt ist, ist in der Regel Schluss mit der Reifung. Theoretisch hält er sich dann ewig, ohne Aroma, Geschmackstoffe und Alkohol zu verlieren. Er sollte aber nicht zu warm und sonnig stehen. Allerdings wird aus einem 15 Jährigen natürlich kein 20 Jähriger nur weil er 5 Jahre im Wohnzimmerschrank stand. Die eigentliche Reifung findet nur in der Fasslabfüllung nach der Destillation statt. Ist das edle Getränk mal geöffnet, fängt er ungefähr nach einem Jahr an seine Aromen und Alkohol zu verlieren. Der Whisky ändert sich dann im Geschmack. Wenn unangebrochene Flaschen lange lagern und mit der Zeit ihren Füllstand verlieren ist das ein Zeichen dafür, dass die Flasche nicht dicht ist und der Alkohol entweicht. Auch hier wird eine Geschmacksänderung nicht auszuschließen sein.

 

Grundsätzliches zum Whisky-Trinken

Tasting Notes, Verkostungsnotizen, beschreiben einen Whisky möglichst genau. Aussehen, Geruch und Geschmack werden mit Hilfe von Metaphern beschrieben. Das Tasting ist nicht so schwer, wie es vielleicht den Anschein haben mag. Probieren Sie es selbst aus.

Whisky wird eigentlich pur getrunken, wenn er nicht gerade Fassstärke und damit einen Alkoholgehalt von 54 Prozent und mehr hat. Sie können allerdings jederzeit Wasser zugeben - keinesfalls aber Eis. Die Kälte des Eises betäubt die Geschmacksnerven und verdünnt den Whisky unkontrolliert. Alles andere wie beispielsweise Cola hat im Scotch sowieso nichts zu suchen. Zumindest nicht beim ernsthaften Verkosten.

Wie Sie Whisky richtig verkosten, wie Sie ein richtiges "Tasting" machen, lesen Sie hier. Tasten Sie sich an einen neuen Whisky langsam, bei Bedarf auch über mehrere Tage, heran und stellen Sie das Rauchen ein - eine Stunde vor dem Verkosten.

 

 

Was benötigt wird

Die Ausstattung zum Verkosten von Whiskys sollten Sie sich natürlich noch rechtzeitig besorgen, wenn nicht schon vorhanden. Zunächst brauchen Sie eine Nase und einen Mund, die Augen können Sie erst einmal weglassen. Dazu noch Wasser, möglichst geschmacksneutral und weich. Benutzen Sie kein Mineralwasser mit Kohlensäure! Leitungswasser ist in Ordnung, wenn es sauber, geruchlos und nicht gechlort ist. Ein handelsüblicher Haushalts-Wasserfilter macht das Wasser weich und entfernt störenden Chlorgeruch. Für ein kleines exklusives Tasting können Sie im (Whisky-)Fachhandel auch eine Flasche Highland Spring erstehen.

Glas

Das Glas soll keines der altbekannten Whiskygläser sein, aus denen in jedem Road-Movie der Jack Daniel's getrunken wird. Der klassische Tumbler reicht zwar zum Trinken, zum Degustieren ist er ungeeignet, da er zu weit geöffnet ist. Manche Liebhaber setzen außerdem Handwärme ein, um den Whisky damit ein wenig anzuwärmen und zusätzliche Aromen freizusetzen. Die Meinungen und Erfahrungen dazu sind jedoch unterschiedlich. Probieren geht in diesem Fall eindeutig über studieren. Stellen Sie Ihren Scotch allerdings nicht in den Kühlschrank sondern genießen Sie ihn bei Zimmertemperatur. Das Glas sollte unten weit und oben schmal sein, ähnlich einem Sherrykelch. Dieser eignet sich auch. Ansonsten gibt es viele Gläser mit Destillerie-Aufschriften, die vergleichsweise günstig sind.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie das Glas längere Zeit in der Hand halten. Denn Alkohol löst sich mitunter vor den Geruchsstoffen aus dem Whisky und könnte den Geruch überdecken. Manche Whiskyliebhaber fassen ihre Gläser deshalb nur am Stiel an, weit weg vom Whisky.

Das Nosing

Am Wichtigsten ist die Nase für das, was die Experten "Nosing" nennen, also das Erriechen des Whiskys. Es gibt drei Primärfarben, vier primäre Geschmäcker, aber 23 solche Gerüche. Lassen Sie sich nicht vom Aussehen des Whiskys täuschen! Manche Experten degustieren bei Rotlicht oder mit kobaltblauen Brillen, um die Farbe zu umgehen. Sie sagt wenig über den Geschmack aus.

Jetzt geht's los: Füllen Sie etwas Whisky ins Glas, und schnuppern sie daran. Probieren Sie ein ganz kleines Bisschen. Dann geben Sie ein wenig (wenig heißt: einige Tropfen) Wasser hinzu und riechen Sie erneut. Dies wiederholen Sie so lange, bis keine neuen Gerüche und Geschmäcker mehr auftauchen. Wenn der Whisky nach der ersten Wasserzugabe spritig und scharf wird, geben Sie mehr Wasser zu.

Tasten Sie sich langsam an den komplexen Geschmack der Whiskys heran. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Hier erhalten Sie nochmals eine kleine Hilfestellung, was Sie alles erriechen können.

Das Nosing entfaltet weit mehr Geschmäcker als das Trinken des Whiskys. Leicht zu erkennen sind Insel-Whiskys. Sie sind rauchig und rauh, haben einen intensiven Torf- und mitunter auch Salzgeruch. In Sherryfässern gereifter Whisky offenbart Karamellnoten, manchmal auch Vanille.

 

Primäre Gerüche

Sieben Hauptgruppen werden beim Geruch unterschieden: Ester, Phenole, Aldehyde, Süße, Getreide, Öle und Holz. Wenn Sie jetzt nicht alle finden: Kein Grund zur Panik! Sie sollen ja auch nur einige finden. Phenloe sind medizinisch, torfig, rauchig. Aldehyde riechen nach Heu, Gras und Leder, Süße nach Vanille, Honig und Toffee. Getreide lässt Malz, Brot und Weizen erkennen, Öle Butter, Wal- und Haselnuss. Holz riecht oft nach Zeder, Pechkiefer und Harz.

Es gibt sehr viele Kombinationen dieser Geruchsnoten, eben das, was Malt-Whiskys so faszinierend macht. Wenn Sie keine einzelnen Geschmäcker isolieren können, fehlt Ihnen entweder die Übung (die sich bald einstellt) oder die Gerüche sind perfekt kombiniert und lassen sich auch von Experten kaum noch isolieren.

Geschmack

Beim Geschmack werden trockene, süße, fruchtige und würzige Whiskys unterschieden. Manche Malts haben einen langen Abgang, andere prickeln im Mund. Es gibt wundersame Whiskys, die zuerst scharf und im Abgang dann cremig-weich sind. Der Geschmack wird ebenfalls stark durch die Fässer beeinflusst.

Die Faszination des Scotch Whiskys ist seine Vielfalt. Schon nach wenigen Versuchen werden Sie die grundlegenden Geschmäcker und Gerüche unterscheiden können. Am einfachsten sind Islay-Whiskys zu identifizieren, beispielsweise Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin. Sie schmecken allesamt nach Meer und rauhem Klima.

 

Wie loslegen?

Sie wollen endlich mal einen guten Whisky probieren, haben aber erstmal keine Ahnung? Kein Problem. Machen Sie sich einen schönen Abend. Sie erfahren hier alles, was Sie dazu brauchen. Das geht schnell, ein Gang in den Supermarkt genügt. Beim Whisky gilt ohnehin: Probieren geht über Studieren. Um aber aus den Whiskys von rund 100 Destillerien überhaupt einmal einen oder mehrere aussuchen zu können, erhalten Sie eine kleine Hilfestellung.

Welcher Whisky?

Zugegeben, das Angebot an Whisky wird immer größer, ein Einsteiger könnte glatt verzweifeln. Hier unser ultimativer Shopping-Guide für Ihr erstes Tasting. Alle hier genannten Whiskys sind relativ günstig. Whisky bekommen Sie fast überall auf der Welt, meistens findet sich darunter sogar der eine oder andere Single Malt. Nachteil in den meisten Fällen: Die Auswahl lässt meist sehr zu wünschen übrig. Die typischen Supermarkt-Whiskys sind Glenfiddich, Glen Grant oder The Glenlivet. Diese sind fast immer und überall erhältlich. Wenn Sie Glück haben, finden Sie eine etwas größere Auswahl in größeren Supermärkten. Einige spezialisierte Fachgeschäfte bieten meist noch einige besondere Abfüllungen an, oft zusammen mit Tabak und Zigarren.

 

Was kostet eine Flasche Whisky bzw. was darf sie denn kosten? Grob geschätzt so zwischen 28 und 6500 Euro. Ok, die Vielfalt ist riesig, genauso die Preisspanne. Sie müssen für einen Single Malt mit normaler Trinkstärke von 40 bis 43% vol. Alkohol etwa 30 bis 45 Euro pro Flasche einplanen für Destillerieabfüllungen. Whisky in Fassstärke ist in der Regel etwas teurer, ebenso steigt der Preis mit dem Alter des Whiskys. Ebenso preisintensiver sind Einzelfassabfüllungen (Single Cask´s) die nur vom Fachhandel angeboten werden. 2010 wurden Dalmore-Whiskys zu 100.000 Pfund je Flasche verkauft. Nach oben gibt es also keine Grenze.

Der erste Weg sollte sie also zum örtlichen Fachhandel führen (soweit vorhanden). Wer das Glück der örtlichen Versorgung nicht hat, dem bleibt immer noch der Online-Handel.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie Whisky verkosten. Vergessen Sie nicht, ausreichend neutrales Wasser (ohne Kohlensäure) bereitzustellen und denken Sie an die Fahrer (die natürlich nicht am Tasting teilnehmen)!

• Glenfiddich kennen Sie bestimmt. Glenfiddich ist fast in jedem Supermarkt erhältlich. Ein leichter Malt. Damit fangen Sie an.

• Glenmorangie: ein sanfter, geschmeidiger Whisky aus den nördlichen Highlands ohne allzu große Ecken und Kanten. Kaufen Sie die 10- oder 12-jährige Abfüllung.

• Bruichladdich: von der Insel Islay. Die Destillerie liegt windgeschützt und produziert einen reinen Alkohol, er unterscheidet sich deshalb deutlich von Ardbeg.

• The Macallan ist ein Klassiker aus der Speyside. Voll, schwer, sehr komplex. Ein Höhepunkt Ihres ersten Tastings.

• Ardbeg zum Schluss. Ein richtiger Hammer mit Jod, Torf. Falls möglich, kaufen Sie Ardbeg Uigeadail. Er hat mehr als 54% vol. Alkohol und ist in Fassstärke. Ansonsten können Sie natürlich auch jede andere Ardbeg-Abfüllung nehmen.

Sie wollen weniger als fünf Flaschen kaufen? Unsere Empfehlung:

• 1 Flasche: Glenmorangie

• 2 Flaschen: Glenmorangie und Bruichladdich

• 3 Flaschen: Glenfiddich, The Macallan und Bruichladdich

• 4 Flaschen: Glenmorangie, Bruichladdich, The Macallan und Ardbeg.

Maritimes Tasting

Sie haben Hummer, Langusten und Austern eingekauft? Wunderbar, hier die ultimative Whisky-Empfehlung (Geld spielt keine Rolle).

• Isle of Jura, Superstition

• Bruichladdich, Waves

• Highland Park, 18 Jahre alt

• Ardbeg, Lord of the Isles

• Laphroaig, Quarter Cask

• Talisker, Cask strength, 25 Jahre alt

Informieren sie sich vor dem Einkauf und Tasting im Internet oder einschlägigen Fach-büchern und notieren sie sich die Besonderheiten, dann wissen Sie in etwa, was Sie erwartet.

Glas

Whisky im Haus, Gäste fast schon da und jetzt - kein Nosing-Glas zur Hand? Es gibt Alternativen. Prinzipiell können Sie Whisky aus jedem Glas trinken und wenn Sie gerade mal keine Wissenschaft daraus machen, dann ist die Wahl des Glases nicht existenziell. Nehmen Sie ein Glas, in das auch die Nase reinpasst, also kein hohes, enges Obstler- oder Grappa-Glas. Ein Tumbler geht für den Anfang auf jeden Fall. Ein klein geratener Weißweinkelch geht zur Not auch. Da sieht nur die Whisky-Menge darin recht mickrig aus.

Was zum Knabbern

Lassen Sie sich beim Whisky-Probieren Zeit. Sie können den Abend auflockern (und die Pausen zwischen den Whiskys sinnvoll füllen), wenn Sie zwischendurch ein bisschen aus Whisky-Fachbüchern vorlesen. Hier finden Sie schließlich Wissenswertes zu jeder Destillerie. Diskussionsstoff gibt es dann jede Menge, wenn jeder seine eigenen Geschmacksempfin-dungen nennt. Bei ernsthaften Whisky-Tastings knabbern die Teilnehmer Oatcakes. Die sind neutral aber nicht unbedingt ein Gaumenschmaus. Deshalb auch noch eine Alternative.

Häppchen mit Lachs und Frischkäse

Wer sich beispielsweise einen ganzen Abend lang schottischen Genüssen, insbesondere dem Whisky in unterschiedlichen Variationen widmen möchte, kann ruhig einen Lachs-Kartoffel-Auflauf, Whisky-Steaks oder schottischen Eintopf mit einem Schuss "Lebenswasser" auf den Tisch bringen. Geschmackneutralisierend und als Grundlage für den Whisky sind jedoch eher leichte Lachs-Sandwiches, für die man helles Weißbrot mit Frischkäse oder Crème double bestreicht und mit Dill und Räucherlachs belegt. Eine andere Variante ist kurz gebratener Lachs auf einem Senfdressing, in das einige wenige Tropfen Hot Scotch Sauce gemischt sind.

Whisky-Früchtekuchen

Zutaten

Für den Teig:

200 g Butter

150 g Zucker

4 Eier

125 g Speisestärke

125 g Mehl

3 TL Backpulver

3 EL Kakaopulver

150 g Haselnüsse, gemahlen

100 g dunkle Schokolade, grob gehackt

150 g getrocknete oder kandierte Aprikosen, Mango, Papaya, Kirschen - nach Belieben!

Zum Bestreichen:

7 EL Whisky

1 TL instant Kaffeepulver

1 Pck. Vanillezucker

1 EL Puderzucker

Zubereitung

Am Vortag die sehr kleingeschnittenen oder zerhackten Früchte gut mit Whisky (je hochprozentiger desto besser) bedecken und mindestens 8 Stunden durchziehen lassen.

Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier einzeln gut unterrühren. Stärke, Mehl, Backpulver und Kakaopulver mischen, sieben und unter die Masse heben. Zuletzt die Haselnüsse, die Früchte und die Schokolade unter den Teig geben. Den Teig in eine gefettete Springform füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175°C Ober/Unterhitze ca. 50-60 Min. backen (Stäbchenprobe machen!).

Danach den noch heißen Kuchen mit einem Holzstäbchen dicht an dicht einstechen. Ein Gemisch aus Whisky, Kaffeepulver, Vanillezucker und Puderzucker herstellen und darüber träufeln. Den Kuchen auskühlen lassen. Wer es besonders schokoladig mag, kann den Kuchen, wenn er komplett ausgekühlt ist, noch mit einem Schokoladenguß überziehen.

Shortbread

Eher geschmacksneutral sind Scones, Shortbread (das es sowohl als süßen Keks als auch in einer etwas salzigeren Variante gibt) oder Oatcakes und schottisches Teegebäck, die sich dezent zurückhalten und wenig vom Whisky ablenken.

 

Was ist Scotch Malt Whisky?

 

Definition

Was sich Scotch nennen darf und was nicht, ist genau geregelt. So darf ein Whisky nur dann als Scotch bezeichnet werden, wenn er nach der Destillation mindestens drei Jahre in einem Fass in Schottland gelegen hat. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben, ebenso wie der Mindest-Alkoholgehalt von 40 Volumenprozent, mit dem Scotch in den Handel kommen muss. Whiskys aus Amerika, Irland oder Japan dürfen zwar Single Malt Whisky heißen, nicht jedoch Scotch. Irische und amerikanische Produkte führen in der Regel die Bezeichnung Whiskey.

The Scotch Whisky Order 1990 legt im Vereinigten Königreich seit 1990 fest, was ein Scotch ist und was nicht. Die Regeln sind eindeutig, "ein bisschen Scotch" gibt es nach diesem Gesetz nicht.

Auch die Europäische Union hat diese Festlegungen übernommen und in der "Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 zur Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen sowie zum Schutz geografischer Angaben für Spirituosen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89" festgeschrieben.

Entsprechend der Scotch Whisky Order darf ein Whisky nur dann als Scotch bezeichnet werden, wenn:

• er in einer Brennerei in Schottland aus Wasser und gemälzter Gerste, welche in dieser Brennerei zu Maische verarbeitet wurden, nur durch endogene Enzymsysteme in ein gärbares Substrat übergeführt wurden, und nur durch die Zugabe von Hefe gegärt wurde. Andere Getreidesorten dürfen nur als ganze Körner zugegeben werden.

• der Whisky auf einen Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Volumen-Prozent destilliert wurde, so dass das Destillat den bei der Produktion verwendeten Ausgangsstoffen Aroma und Geschmack entzieht.

• der Whisky in besteuerten Lagerhäusern in Schottland in Eichenfässern mit einer Höchstkapazität von 700 Litern je Fass gereift wurde.

• die Reifungsdauer drei Jahre nicht unterschreitet.

• Farbe, Aroma und Geschmack von den in der Produktion und Reifung verwendeten Ausgangsmaterialen bezieht.

• nur die Substanzen Wasser und Zuckerkulör E 150 beigefügt wurden.

Was meist als Scotch bezeichnet wird, ist nicht etwa ein Single Malt Whisky, sondern ein Blended Whisky, bei dem die Destillate verschiedener Brennereien gemischt werden. Johnnie Walker gehört zu diesen Blended Whiskys ebenso wie Ballantines oder Chivas Regal.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Whisky in Schottland in kleinen Mengen und unregelmäßig gebrannt. Entsprechend stark waren die Geschmacksunterschiede der einzelnen Fässer, die Seefahrer in alle Welt verschifften. Markennamen gab es damals noch keine. Ladeninhaber begannen schließlich, Blends zu verschneiden, also verschiedene Whiskys zu mischen und dem Getränk so einen einheitlichen Geschmack zu geben. Es waren Ladeninhaber wie Johnnie Walker, George Ballantine und die Gebrüder Chivas. Den ersten Markennamen für Whisky schuf 1806 John Dewar.

Single Malt wird im Gegensatz dazu in einer einzigen Destillerie gebrannt. Allerdings werden auch beim Single Malt die Whiskys von vielen Fässern mehrerer Jahrgänge einer Destillerie gemischt, um so dem Getränk einen einheitlichen Geschmack zu verleihen. Allerdings gibt es dennoch Unterschiede wie Ardbeg bewies, als der Whisky Jahr für Jahr weniger rauchig schmeckte.

Eine Besonderheit unter den Single Malts sind Single Cask [engl. Einzel-Fass]-Abfüllungen, die tatsächlich aus einem einzigen Fass stammen und nicht vermischt sind. Single Cask Whiskys sind zwar selten, werden seit einigen Jahren aber immer häufiger als "Bonbon" angeboten. Unabhängige Abfüller bringen noch immer den größten Teil der Single Cask Whiskys auf den Markt.

Unabhängige Abfüller sind beispielsweise Gordon & MacPhail, William Cadenhead, Signatory Vintage oder James MacArthur und The Whisky Connoisseur. Die Scotch Malt Whisky Society füllt ausschließlich Single Casks in Fassstärke ab - sie verkauft ihre Abfüllungen, die immer wieder für Erstaunen sorgen, allerdings ausschließlich an Mitglieder.

 

Fässer und Fasstypen

 

 

 

Fass-Aufbereitung in der Isla Cooperage in Keith.

 

 

Fässer im Hof der Speyside Cooperage.

Eichenfässer sind für viele Jahre der Ort, wo Scotch Malt Whisky reift. Neben dem Ort, wo die Fässer lagern, sind es die Fässer selbst, die über den Geschmack, über Farbe und Aussehen, über Wohl und Weh eines Malt Whiskys entscheiden. Die Frage, welches Fass das richtige oder das beste für einen Whisky ist, ist eine ganze Wissenschaft für sich. Die Macallan-Destillerie beispielsweise besitzt ein eigenes Sherry-Gut in Olorose, nur, um gute Fässer in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu haben.

Frische Fässer scheiden zur Lagerung von Whisky eigentlich aus. Sie würden dem Getränk einen zu starken Holzgeschmack vermachen. Es werden ausschließlich gebrauchte Eichenholzfässer eingesetzt, um darin Whisky reifen zu lassen. Klar, dass sich der Geschmack der vorangegangenen Füllung auf den Whisky übertragt. Vielen Malts ist ein starker Sherry-Charakter eigen, dessen Herkunft unbestritten sein dürfte. Amerikanische Bourbon-Fässer in denen zuvor Whiskey wie Jack Daniel's oder Jim Beam lagerte - Bourbon Whiskey muss in frische Fässer gefüllt werden - verleihen dem Scotch Vanillenoten, manchmal auch Anklänge an Holzkohle. Insgesamt sind Bourbon-Fässer in der Regel weniger intensiv im Geschmack, beim Sherry besteht die Gefahr, dass der Geschmack des Whiskys schlicht übertüncht wird.

Hinzu kommen echte Exoten. Glen Moray beispielsweise benutzt Weißweinfässer "Chenin blanc". Manchmal findet sich unter hunderten Fässern im Lager einer Destillerie ein Exemplar aus Kastanie und keiner weiß, woher es stammt. Bowmore Dusk und Dawn wurden in Weinfässern nachgelagert, bei Glenmorangie gleich eine ganze Serie in unterschiedlichen Fässern, Balvenie hat die Whisky-Fässer von Islay für sich entdeckt und bei Glenturret werden amerikanische Hogshead zerlegt und daraus größere Fässer gebaut.

Die Fässer selbst unterscheiden sich noch in vielen weiteren Eigenschaften. Amerikanische oder spanische Eiche ist unterschiedlich luftdurchlässig, ein Baum von einem Nordhang ist langsamer gewachsen und deshalb dichter als ein anderer Baum, der 100 Meter weiter am Südhang wuchs. Auch deshalb verdunstet aus den Fässern unterschiedlich viel Whisky. Ein bis zwei Prozent sind es üblicherweise in etwa jedes Jahr.

Die grundsätzlichen Fasstypen unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe:

• Bourbon Barrel, USA, 158 Liter

• Hogshead, vor allem USA, ca. 250 Liter

• Butt, ca. 500 Liter

Es gab in früheren Jahren einige Versuche, andere Fässer oder gar neue Holzfässer einzusetzen, um Whisky darin lagern zu lassen. Allerdings sind diese alle fehl geschlagen. Bis auf einen: Im Herbst 2002 stellte Glenmorangie einen Missouri Oak Reserve 1991 vor, der in neuen Fässern gereift war. Der Aufwand war allerdings riesig und für eine kontinuierliche oder Massenproduktion nicht zu übernehmen.

Glenmorangie setzte Fässer aus langsam gewachsenem, fein strukturiertem Holz ein, das ganz sorgsam verarbeitet und schließlich luftgetrocknet wurde. Heraus kamen am Ende einmalige 1000 Flaschen aus ganzen fünf Fässern.

 

Bruichladdich

Allgemeine Informationen

Die Bruichladdich Destillerie war lange die am weitesten westlich gelegene Destillerie Schottlands, bis dieser Titel von Kilchoman übernommen wurde. Von 1995 an war Bruichladdich für einige Jahre geschlossen, bevor die Brennerei zum Jahreswechsel 2000/2001 wieder in Betrieb ging. Der unabhängige Abfüller Murray McDavid hat Bruichladdich zusammen mit anderen Investoren, unter anderem Master Distiller Jim McEwan, gekauft und wieder zu neuem Leben erweckt. Im Juli 2012 wurde Bruichladdich für 58 Millionen Pfund an den französischen Spirituosenkonzern Rémy Cointreau verkauft.

Geschichte

Der Bruichladdich-Destillerie drohte lange Zeit der Untergang. Dennoch: Die Rettung scheint gelungen, heute produziert Bruichladdich wieder wie seit 1881. Als westlichste Destillerie auf Islay war Bruichladdich einst von den Brüdern Barnet Harvey gebaut worden: mit einem neuen patentierten Material, das sich "Beton" nennt. Einiges des Original-Equipments aus der Gründerzeit der Islay-Destillerie wird bei Bruichladdich noch immer benutzt.

Die Destillerie wurde in den Monaten vor der Wiedereröffnung grundlegend saniert, erhielt einen neuen Anstrich und kann jetzt wieder produzieren. Die neuen Fässer wurden bereits befüllt und sind auch für Leute, die genug Kleingeld haben, interessant. Denn Bruichladdich verkauft den neuen Whisky auch Fassweise. Die neuen Abfüllungen sind nicht mehr kalt gefiltert (chill filtered) und enthalten deshalb mehr Schwebstoffe. "Back to the roots" scheint das Motto der neuen Bruichladdich-Besitzer zu lauten.

Die Brennerei liegt am Nordufer des Loch Indaal, an dem auch Bowmore zu Hause ist - auf der anderen Seite des Lochs. Das Wasser entspringt in den Hügeln über der Brennerei und fließt durch ein Moor. Bruichladdich wird nicht so sehr vom Rauch zugedeckt und ist deshalb ein guter Whisky, um sich an Islay heranzutasten.

Im Jahr 1975 wurde Bruichladdich erweitert, zuvor nur 1886 umgebaut. Die Brennerei liegt nicht direkt am Meer. Bruichladdich besitzt nur zwei relativ kleine Brennblasen, die nicht sehr hoch und auch nicht eingeschnürt sind. Damit wird ein geschmacklich starker Whisky produziert

Geistiger Kopf der Bruichladdich-Whiskys ist Jim McEwan. Seit Bruichladdich auch stärker getorfte Whiskys herstellt, die Port Charlotte und Octomore genannt werden, nutzt die Destillerie auch alte Lagerhäuser längst verschwundener Brennereien auf Islay. Port Charlotte lagert im Warehouse der Loch Indaal Destillerie im Ort Port Charlotte. Die Loch Indaal Destillerie wurde bereits 1929 geschlossen. Der Octomore-Whisky lagert auf der Farm Octomore, über der Bruichladdich Destillerie. In Octomore wurde in den Jahren 1816 bis 1852 Whisky gebrannt. Das landwirtschaftliche Gut existiert noch heute.

Im Juli 2012 kaufte der französische Konzern Rémy Cointreau die Bruichladdich-Destillerie mit allen Lagerbeständen für 58 Millionen Pfund. Darin enthalten war auch eine Übernahme von rund zehn Millionen Pfund an Schulden.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Bruichladdich benutzt besondere Brennblasen, die offen und nicht besonders hoch sind. Dadurch wird in der Bruichladdich-Destillerie ein geschmacklich recht starker Islay Malt Whisky produziert. Bruichladdich wird nur wenig getorft und bezieht seinen Geschmack mehr aus der besonderen Form der Pot Stills. Insgesamt hat Bruichladdich - wie auch Ardbeg - zwei Brennblasen.

Im Vergleich zu Laphroaig ist Bruichladdich der reinste Waisenknabe. Zumindest wenn man vom Phenolgehalt des Getränks ausgeht. Bruichladdich nämlich bringt es gerade einmal auf 2 ppm (Teile pro Million), während Laphroaig satte 30 ppm besitzt.

Allerdings wird inzwischen bei Bruichladdich ein noch viel torfigerer und rauchigerer Whisky unter dem Namen Octomore produziert.

Wie alle Whiskys von der Insel Islay bezieht auch Bruichladdich einen Großteil seines Geschmacks aus der Lagerung am Meer. Im Laufe der Jahre finden Salz-, Jod- und Seegeschmack ihren Weg in die Fässer. Allerdings variiert der Gehalt dieser maritimen Einflüsse je nach Fass und Lagerzeit. Inzwischen füllt Bruichladdich eine riesige Menge verschiedener Whiskys ab.

Bruichladdich betreibt eine eigene Flaschenabfüllung, die einzige auf Islay.

 

20 Jahre alt, 46% vol. Alk.

Farbe Bernstein.

Geruch Voll und reif, tropische Früchte, Eichenholz und etwas Zitrone.

Geschmack Der Geschmack ist einfach großartig mit Anflügen von malziger Süße und trockener Eiche. Ausgewogen aber dennoch lebendig und überraschend fruchtig.

Abgang Samtig und lang mit einer angenehmen Salznote.

 

 

Tobermory

Allgemeine Informationen

Früher hieß Tobermory "Ledaig". Dieser alte Name lebt heute noch in einigen Abfüllungen der Whisky-Brennerei weiter. Die Brennerei hält sich wacker - zum Erstaunen einiger Whiskyexperten.

Geschichte

Die Tobermory-Destillerie ist die einzige auf der Insel Mull, westlich vor den schottischen Highlands gelegen. Die Brennerei gehört zu den ältesten in ganz Schottland. Ihre Gebäude stehen mindestens seit 1798. Wahrscheinlich wurde an selber Stelle schon früher Whisky gebrannt.

Allerdings produzierte Tobermory-Ledaig immer nur sehr unregelmäßig. So war die Brennerei fast die ganzen 80-er-Jahre des 20. Jahrhunderts geschlossen. 1990 wurde Tobermory zu neuem Leben erweckt, im Jahr 1993 von Burn Stewart übernommen.

Das Wasser der Destillerie ist sehr torfhaltig, dagegen wird fast nur noch ungetorftes Gerstenmalz verwendet. Die neuen Besitzer wollen für Blends produzieren und sehen kaum Absatzmärkte für stark getorfte Whiskys.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Tobermory-Whiskys sind allgemein recht belebend. Zur malzigen Süße gesellt sich leichter Torfgeschmack. Insgesamt ist Tobermory unbedingt mehr den Highlands als den Inseln zuzuordnen.

Seit 1993 werden wesentlich weichere Malts produziert. Zwar ist das Wasser, das bei Tobermory-Ledaig nach wie vor zur Destillation verwendet wird, sehr torfhaltig, dafür wird das Gerstenmalz ganz ohne Torf produziert. Die Produktion ist seit der Übernahme durch Burn Stewart ganz auf die Zuliefrung zu Blends ausgelegt.

Es gibt noch einige Abfüllungen, die noch unter dem alten Namen der Brennerei, Ledaig, firmieren. Auch extra getorfte Whiskys aus der Tobermory-Destillerie sind im Handel.

Ohne Altersangabe, 40% vol. Alk.

Farbe Volles Gold.

Geruch Sehr leicht mit ein wenig Torf und Süße im Hintergrund.

Geschmack Toffeenoten treten deutlich hervor, der leichte Torfgeruch bleibt auch im Geschmack erhalten. Trockene Malzigkeit.

Abgang Leicht, weich. Almählich süßer werdend.

 

Macduff

Allgemeine Informationen

Die Macduff-Destillerie, früher manchmal auch Glen Deveron genannt, liegt am Ufer des Flusses Deveron und blickt über die Stadt Banff. Die Destillerie ist noch recht neu, sie wurde erst 1962 von einigen Geschäftsleuten erbaut.

Macduff liefert den Hauptanteil des Whiskys in den Blends von William Lawson. Ausgerechnet die offizielle Single Malt Whisky Abfüllung der Destillerie heißt allerdings nicht Macduff sondern Glen Deveron.

 

Geschichte

 

Die Macduff-Destillerie wurde erst im jahr 1962 gegründet. eine Gruppe schottischer Geschäftsleute errichteten die Brennerei bei der Stadt Dufftown am Fluss Glen Deveron. Schon zehn Jahre später wurde die Macduff-Brennerei an William Lawson verkauft.

Dabei lief das Geschäft mit den Whiskys aus der Macduff-Destillerie ganz gut. Die Zahl der Brennkessel (Stills) wurde erstmals im Jahr 1966 erhöht, als eine dritte Still hinzu kam. Schon zwei Jahre später wurde die Zahl der Brennbalsen auf vier erhöht.

1980 schließlich kam william Lawson zur General Beverage Corporation of Luxembourg, die das weltweite Geschäft von Martini & Rossi betreibt, und damit unter die Verwaltung von Bacardi.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Macduff-Whiskys sind seit Gründung der Destillerie 1962 in den Blends von William Lawson vertreten. 1972 wurde die Brennerei von Lawson gekauft - die Whiskys aus der Macduff-Destillerie sind bis heute Bestandteil seiner Blends.

Macduff-Whisky wird von Michael Jackson als "klein und unverkünstelt" bezeichnet - sicher zwei treffende Kernsaussagen zum Glen Deveron. So nämlich heißt die zwölfjährige Standardabfüllung aus der Macduff-Brennerei.

Abfüllungen

12 Jahre alt, Glen Deveron, 40% vol. Alk.

Farbe Goldfarben.

Geruch Ein wenig Sherry, dazu sehr viel süßes Malz, insgesamt recht frisch.

Geschmack Recht viel Malz, sehr rein.

Abgang Trocken (Malz), wärmer werdend.

Caol Ila

Allgemeine Informationen

Die Caol Ila-Destillerie liegt nahe des Hafens Port Askaig (außer Hafen, Bar und Hotel gibt es dort nichts) und kann für sich die beste Wasserversorgung auf der Insel Islay in Anspruch nehmen. Am Sound of Islay gelegen, befindet sich die Brennerer an der Ostküste der Insel. Der Sound of Islay trennt die Inseln Islay und Jura voneinander. Den besten Blick auf die 1846 erbauten Gebäude hat man vom Wasser aus.

Caol Ila gehört zum schottischen Konzern United Distillers & Vinters (UDV). UDV gehört mittlerweile selbst zum Getränke-Multi Diageo.

Geschichte

Die Caol Ila-Destillerie liegt versteckt in einer malerischen Bucht am Sound of Islay, der die Inseln Islay und Jura voneinander trennt. Vor allem vom Wasser aus offenbart sich ein wundervoller Blick auf die Brennerei. "Caol Ila" ist der gälische Name des Sounds of Islay.

Die Brennerei wurde im Jahre 1846 erbaut und bereits 1879 umgebaut. In den 70-er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die ganze Brennerei grundlegend renoviert. Heute gehört die Brennerei zum United Distillers & Vintners-Konzern (wie auch Lagavulin, Talisker, Cragganmore und viele andere Destillerien. Caol Ila hat den gleichen Destillerie-Manager wie Lagavulin.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts rückte Caol Ila als bis dato unbekannte Islay-Destillerie mehr in den Mittelpunkt. Der Konzern Diageo als Besitzer besann sich auf seine zweite Islay-Brennerei (nach Lagavulin) und brachte zunächst in der Flora & Fauna-Serie eine offizielle Abfüllung auf den Markt. 2002 folgten dann weitere Whiskys aus der größten Islay-Destillerie.

2011 kündigte Diageo an, rund 3,5 Millionen Pfund in den Ausbau der Kapazitäten bei Caol Ila zu investieren. Die Kapazität der Destillerie sollte damit von bisher jährlich rund 5,7 Millionen Liter Alkohol um 700.000 Liter erhöht werden.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Whiskys aus der Caol Ila-Destillerie werden von ihren Anhängern wegen ihrer Kraft und wegen ihres eigenständigen Charakters gelobt und geschätzt. Tatsächlich benutzt die größte Destillerie auf Islay, versteckt in einer malerischen Bucht am Sound of Islay, ganz besonderes Wasser. Das Wasser für den Brennvorgang stammt aus einem torfigen See in der Nähe der Brennerei und fließt auf seinem Weg dorthin über Felder. Die Brennblasen - recht groß und in Form von alten Petroleumlampen - tragen ihren eigenen Teil zum Geschmack des Caol Ila bei.

Der Whisky von Caol Ila wird nicht nur als Single Malt verkauft oder in Blends gemischt, sondern findet sich auch in einem Vatted Malt, der den Namen "Glen Ila" trägt. In Blends ist Caol Ila hauptsächlich in "Bulloch Lade" vertreten. Dieser Blend wird vor allem aus Schottland exportiert.

Ansonsten war zunächst nur eine offizielle Flora & Fauna-Abfüllung erhältlich, die offenbar nur wenig in Sherryfässern ausgereift wurde. Darauf lassen zumindest Vergleiche mit einigen anderen unabhängigen Abfüllungen schließen. In den vergangenen Monaten kam es jedoch zu einem wahren Islay-Boom auf dem Whisky-Markt. Wohl nicht zuletzt deshalb hat sich der Getränkeriese Diageo auf seine zweite Islay-Destillerie (nach Lagavulin) besonnen und mehrere Single Malt-Abfüllungen auf den Markt gebracht.

In Deutschland sind zunächst nur zwei Versionen erhältlich, eine 12 und eine 18-jährige Abfüllung von Caol Ila. Beide sind dezent rauchig, nicht ganz so stark wie Ardbeg, Laphroaig oder Lagavulin, aber doch recht interessant und ein bisschen auch immer tiefgründig. Allen Caol Ilas ist ein gewisser Hang zu Oliven-Charakter zu eigen. Nach wie vor geht der größte Teil der Caol Ila-Whiskys an die Blendindustrie. Nach Angaben von Manager Billy Stitchell (dessen Groß- und Urgroßvater bereits in der Destillerie gearbeitet haben) werden bei Caol Ila ausschließlich Bourbon-Hogshead-Fässer verwendet.

Abfüllungen

12 Jahre alt, 43% vol. Alk.

Farbe Helles Stroh.

Geruch Zunächst recht frisch nach See, dann tritt der Rauch stärker in den Vordergrund. Mit ein wenig Wasser wie ein Holzfeuer am Strand von Islay.

Geschmack Anfänglich süß, dann rauchiger. Ein wenig olivenartig. Seearomen sind auch im Geschmack zu finden.

Abgang Überraschen rauchig, mittellang.

 

 

 

Clynelish

Allgemeine Informationen

Die Clynelish-Destillerie wurde bereits 1819 gegründet. Die Destillerie liegt im Ort Brora, der bei Anglern wie Golfern gleichermaßen beliebt ist. Brora hieß auch die ursprüngliche Destillerie, neben die 1967 die heutigen Gebäude gesetzt wurden.

Die alte Destillerie wurde wieder in den alten Namen Brora umbenannt und 1975 still gelegt, später wieder eröffnet.

Clynelish gehört zum Konzern United Distillers & Vinters (UDV).

Geschichte

Die Clynelish Destillerie im schottischen Ferienort Brora bestand schon seit 1819. Die heutige Destillerie ging allerdings erst 1969 in Betrieb - damals in neu errichteten Gebäuden.

Der Marquis of Stafford gründete die erste Destillerie in Brora im Jahr 1819. Damals trug die Brennerei den gleichen Namen wie der Ort. Es folgten einige Besitzerwechsel: 1828 James Harper, 1846 George Lawson und 1878 George Lawson & Sons.

James Ainslie & Co. bauten die Clynelish-Destillerie komplett um. John Walker & Sons Ltd. kauften sich 1916 bei der Clynelish-Destillerie ein. Von 1931 bis 1939 stand die Destillerie still. Im Jahr 1969 schließlich wurde die neue Brennerei in Betrieb genommen, die alte Destillerie erhielt den Namen Brora zurück, wurde 1975 still gelegt und später wieder in Betrieb genommen.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Clynelish-Whiskys sind fruchtig und leicht rauchig, andererseits aber auch mit deutlichen Anklängen an das Meer. Insgesamt produziert die Clynelish-Destillerie einen Malt mit Insel-Charakter.

Clynelish benutzt heute ein mittelschwer getorftes Malz, während in der alten Brennerei noch stark getorftes Malz benutzt wurde. Inzwischen wurden die Whiskys von Clynelish in die Classic Malts-Serie aufgenommen.

Abfüllungen

14 Jahre alt, Flora & Fauna, 43% vol. Alk.

Farbe Blasser Goldton.

Geruch Deutliche Seearomen, ein wenig Tang und Torf, typisch Küste.

Geschmack Der Beginn ist recht malzig und süßlich, dann fruchtig-würziger Geschmack, ein wenig See und Salz.

Abgang Langer Gewürz-Nachklang. Frisch.

Abgang Ein würzig-frischer Abgang.

 

Tamdhu

Allgemeine Informationen

Die Tamdhu-Destillerie war einst das Speyside-Zugpferd bei den Highland Distillers. Inzwischen wurde Tamdhu durch den ungleich erfolgreicheren The Macallan abgelöst.

Seitdem ist Tamdhu recht schnell immer weiter verschwunden. Als Single Malt spielt das einstige Flaggschiff nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch in den Blends von Dunhill spielt Tamdhu seit einigen Jahren eine wichtige Rolle.

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Geschichte

Die Tamdhu-Destillerie droht langsm aber sicher in der Versenkung zu verschwinden. Nachdem Highland Distillers die Macallan-Destillerie aufgekauft hatte, verlor Tamdhu seine führende Position als Speyside-Aushängeschild des Konzerns.

1897 errichtet, übernahmen die Highland Distilleries schon zwei Jahre später die Brennerei. Von 1927 an lag die Tamdhu-Destillerie 20 Jahre lang still. Erst 1947 wurde die Brennerei wieder in Betrieb genommen.

Tamdhu verfügt noch über eigen Mälzböden vom Typ "Saladin", die 1954 installiert wurden. 1972 wurde die Zahl der kupfernen Brennblasen von zwei auf vier erhöht, 1975 dann auf sechs. 1976 kam Tamdhu erstmals als Single Malt-Abfüllung auf den Markt. Inzwischen gehört die Destillerie zur Edrington Group.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Tamdhu-Whiskys waren einst das Speyside-Flaggschiff bei Highland Distilleries. Inzwischen hat diese Funktion The Macallan übernommen und ungleich mehr Erfolg als Tamdhu.

Tamdhu wurde erstmals 1976 als Single Malt angefüllt. Heute gibt es neben einigen unabhängigen Abfüllungen nur eine offizielle Version als Single Malt. Diese ist ohne Altersangabe.

Abfüllungen

Ohne Altersangabe, 40% vol. Alk.

Farbe Heller Goldton.

Geruch Ein wenig nach Zitrusfrüchten, ansonsten wie eine Blumenwiese. Anklänge an Getreide.

Geschmack Klar und süß.

Abgang Blumen mit Torf.

 

Old Pulteney

Allgemeine Informationen

Die Old Pulteney Destillerie ist die nördlichste schottische Festlands-Destillerie. Nur die beiden Brennereien auf den Orkney-Inseln, Highland Park und Scapa, liegen noch weiter nördlich.

Seit Inver House die Brennerei vom Blend-Hersteller Hiram Walker übernommen haben (Old Pulteney war schon immer Bestandteil von Ballantine's) taucht Old Pulteney verstärkt als Single Malt auf. br>

Geschichte

Die Pulteney Destillerie ist die nördlichste schottische Festland-Destillerie. Nördlich von old Pulteney liegen nur noch die beiden Brennereien auf den Orkney-Inseln, Highland Park und Scapa.

Trotz ihrer Lage hoch im unwegsamen Norden und weitab der wirtschaftlichen Zentren Schottlands wurde die Pulteney Brennerei bereits im Jahr 1826 von James Henderson gegründet. Erst 1920, also fast 100 Jahre nach der Gründung, wechselte die Brennerei erstmals den Besitzer: James Watson & Co Ltd. kaufte Pulteney.

Dann allerdings ging es Schlag auf Schlag weiter. 1923 kauften John Dewar’s & Sons Ltd. die Destillerie, nur weitere zwei Jahre später ging Old Pulteney in den Besitz von DLC über. 1930 läutete die Totenglocke über Pulteney, die Brennerei wurde für viele Jahre geschlossen.

Ein gewisser R. Cumming, Anwalt bei Banff, erweckte Old Pulteney 1951 zu neuem Leben. vier Jahre später, 1955, kaufte Hiram Walker die Brennerei, 1959 wurde Pulteney komplett saniert. 1995 übernahmen dann die Inver House Distillers die Brennerei.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Old Pulteney-Whiskys werden vor allem seit der Übernahme der Destillerie durch Inver House Distillers im Jahr 1995 verstärkt als Single Malt Abfüllungen in den Regalen angeboten. Es gab allerdings schon seit vielen Jahren Abfüllungen von Gordon & MacPhail.

Auch in Blends findet sich der Old Pulteney Whisky wieder. So ist er beispielsweise schon immer ein Bestandteil von Ballantine's gewesen.

Old Pulteney verwendet zwar auch Fässer, in denen zuvor Manzaman Sherry lagerte, diese dürften aber nicht grund für die Salzigkeit des Whiskys sein. Vielmehr schlägt sich das Aroma der rauhen Nordsee im Geschmack des Malts nieder.

Die Stadt Wick, in der die Destillerie beheimatet ist, wurde übrigens um 1810 teilweise von Sir William Pulteney als Ideal eines Fischereihafens erbaut.

Farbe: goldfarben Geruch: frisch, trocken, ganz leicht nach Torf und Seeluft

Geschmack: wieder ein wenig torfig, sonst nussig. Süß und salzig zugleich

Abgang: Süß uns salzig. Erdnüsse.

 

 

Glenfarclas

Allgemeine Informationen

Die Glenfarclas-Destillerie gehört zu den wirklich großen Whisky-Brennereien Schottlands. In der Speyside gelegen, produziert Glenfarclas hervorragende Malts in vielen verschiedenen Altersstufen.

Derzeit sind ständig sieben offizielle Abfüllungen von Glenfarclas Whiskys erhältlich, darunter eine Abfüllung in Fassstärke (Glenfarclas 105°). Dazu kommen noch viele Sonder-Abfüllungen. Glenfarclas besitzt die größten Pot Stills (Brennblasen) aller schottischen Destillerien.

Geschichte

Die Glenfarclas-Destillerie besitzt die größten aller Brennblasen in der Whiskyregion Speyside. Derzeit sind bei Glenfarclas sechs der kupfernen Stills in Betrieb. Ein Bild von der Größe der Brennblasen kann man sich schon im Hof machen, wo eine ausgemusterte Brennblase steht.

Glenfarclas ist wie die Namen vieler Whisky-Destillerien gälischen Ursprungs und bedeutet "Tal des grünen Grases". Hinter der Destillerie steigen die Hügel zum Ben Rinnes auf, in dem auch das Wasser für die Glenfarclas Destillerie entspringt. Auch die Gerste wird in dieser fruchtbaren Umgebung der Destillerie angebaut.

Die Brennerei wurde im Jahr 1836 etwa eine Meile vom Fluss Spey entfernt errichtet. Seit Robert Hay die Brennerei in Betrieb nahm, wechselte sie nur einmal in all den Jahren ihren Besitzer: Im Iahr 1865 übernahm John Grant die Destillerie. Bis heute gehört Glenfarclas zum Konzern J&G Grant.

Glenfarclas ist einer der erfolgreichsten Single Malt Whiskys überhaupt. So sind derzeit bis zu 16 unterschiedliche offizielle Abfüllungen des Glenfarclas Whiskys im Handel erhältlich. Darunter sind einige Einzeljahrgänge und Abfüllungen in Fassstärke.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Glenfarclas-Whiskys gehören weltweit zu den erfolgreichsten schottischen Single Malts. So haben die Besitzer in den vergangenen Jahren einige zusätzliche Abfüllungen auf den Markt gebracht. Im Handel sind derzeit bis zu 16 offizielle Abfüllungen von Glenfarclas-Whiskys erhältlich. Unabhängige Abfüllungen von Glenfarclas gibt es nur hin und wieder. William Cadenhead hat des öfteren Glenfarclas im Sortiment, auch die Scotch Malt Whisky Society.

Ausgereift wird Glenfarclas Whisky teilweise in frischen Sherryfässern, der Rest des Whiskys lagert in älteren Sherry- und Bourbonfässern. Die Whiskys von Glenfarclas erhalten immer wieder Auszeichnungen.

Unser Tipp: Wenn Sie etwas Besonderes suchen, greifen Sie zum Glenfarclas 105 Cask Strength. Der recht junge Whisky wird in Fassstärke abgefülllt und hat 60% vol. Alk. (105° Proof). Nicht sehr teuer, dafür aber ganz anders als viele "Standard"-Whiskys und ein tolles Geschenk für jemanden, der auch mal was anderes probieren will. Geben Sie im Glas einfach nach Bedarf Wasser zu.

 

Zehn Jahre alt, 40% vol. Alk.

Farbe Bronzefarben.

Geruch Wieder zielmich einnehmend, voluminös. Dazu ein wenig Rauch mit Sherry-Süße.

Geschmack Entwickelt langsam seine Geschmäcker. Beginnt recht trocken und frisch.

Abgang Lang, süßlich.

 

 

Glen Moray

Allgemeine Informationen

Die Glen Moray-Destillerie produziert ein Destillat, das noch immer gewaltig unterschätzt wird. Die Destillerie wurde am 16. September 2008 verkauft: an das französische Unternehmen La Martiniquaise. La Martiniquaise besitzt außerdem eine Grain-Whisky-Destillerie und vertreibt mehrere Blended Whiskys wie Glen Turner und Label 5.

Die Destillerie liegt in dem Städtchen Elgin direkt am Ufer des Flusses Lossie.

Geschichte

Die Glen Moray-Destillerie liegt in der kleinen Stadt Elgin in der Speyside. Einige Jahre lange gehörte Glen Moray zum Unternehmen MacDonald & Muir, ebenso wie Ardbeg und Glenmorangie.

Als im Jahr 1897 die Glen Moray-Destillerie in einer ehemaligen Bierbrauerei errichtet wurde, hieß das Besitzerunternehmen noch Glen Moray Glenlivet Distillery Co. Allerdings gingen bei Glen Morangie schon bald wieder die Lichter aus. 1910, nur 13 Jahre nach der Gründung, wurde die Whisky-Brennerei wieder still gelegt. In den 1920-er Jahren wurde die Destillerie an MacDonald & Muir verkauft, 1958 die Zahl der Brennblasen von zwei auf vier erhöht.

Glen Moray ist wie ein klassisches schottisches Landgut um einen Innenhof angelegt, um den sich die niederen Lagerhäuser der Brennerei gruppieren. Die Gebäude der Brennerei liegen an den Ufern des Flusses Lossie, am westrand der historischen Stadt Elgin. Die Einfallstraße nach Elgin führte einst direkt über das Gelände der Glen Moray Brennerei. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wurden im Schatten des Gallow Hill Exekutionen durchgeführt.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Glen Moray-Whiskys sind eine kleine Besonderheit. Glen Moray war lange die einzige schottische Malt-Destillerie, die ihren Whisky zum Abschluss der Lagzeit in Weißweinfässern (Chenin Blanc) nachlagert. Inzwischen machen auch andere Unternehmen solche Versuche. Diese Lagerzeit in Chardonnay-Fässern sorgt für ein besonderes Aroma beim fertigen Glen Moray-Whisky. Tatsächlich ist entfernt eine Spur Weißwein bei den einzelnen Abfüllungen auszumachen.

Insgesamt sind die Produkte aus der Glen Moray-Destillerie besonders leicht und auch weich. Glen Moray-Whiskys sind zwar nicht sehr bekannt, hätten allerdings mehr Beachtung verdient und sind wegen ihres weichen Geschmacks auch als "Einsteiger-Whisky" geeignet.

8 Jahre alt, 40% vol. Alk.

Farbe Heller Bernstein.

Geruch Recht komplex, gleichzeitig cremig und fruchtig. Vanille und Frucht brechen plötzlich hervor - eine Mischung aus Banane und Zitrusfrüchten. Mit Wasser ist auch ein wenig Torf auszumachen. Wieder dezente Weißwein-Aromen.

Geschmack Trocken mit Pfeffer und süßen Gewürztönen. Trockenheit drängt sich erst spät in den Vordergrund.

Abgang Mittellang mit Anklängen an Frucht.

 

Auchentoshan

Allgemeine Informationen

Die Auchentoshan Destillerie gehört zu zeitweise nur drei verbliebenen Destillerien in den Lowlands. Außer Auchentoshan sind derzeit nur noch Glenkinchie und Bladnoch in Betrieb. Die 1823 auf einem Landgut gegründete Brennerei hatte in ihrer Geschichte wechselnde Besitzer. Auchentoshan produziert auch heute noch - für die Lowlands typisch - in einem dreistufigen Brennverfahren.

Die Destillerie gehört seit 1984 zu Stanley P. Morrison (jetzt Konzern Morrison Bowmore), der 1994 vom wiederum japanischen Konzern Suntory Ltd. gekauft wurde.

Geschichte

Die Auchentoshan Destillerie wurde ursprünglich auf einem Landgut Namens "Auchentoshan" gegründet. Unweit des Flusses Clyde und nicht weit vom wirtschaftlichen zentrum des Landes, Glasgow, entfernt entstand so 1823 eine Brennerei, die sich ihrer günstigen Lage wegen gut entfalten konnte. Denn der Fluss war für viele Jahre Schottlands Tor zur Welt.

Bei Auchentoshan stachen Boote in See, um Ziele in aller Welt anzusteuern. Whisky verließ vom Fluss Clyde aus das Land - illegal und legal gebrannter schottischer Whisky. Auch die berühmten Passagierschiffe Queen Mary und Queen Elisabeth wurden in Schottland am Clyde gebaut.

Gegeründet wurde Auchentoshan unter dem Namen "Duntocher Distillery" von John Bulloch. Bevor die Brennerei Auchentoshan getauft wurde, kursierten einige Jahre lang auch die Namen "Auckentoshan" und die Abwandlung "Auchintoshan".

Das gälische Wort "Auchentoshan" bedeutet "an einer Ecke des Feldes". Und an dieser Ecke wurden schon immer leichte und fruchtige Whiskys in dreifacher Destillation gebrannt. Nach der Übernahme durch Morrison Bowmore wurde die Brennerei grundlegend renoviert. Das Besucherzentrum der Destillerie wurde 2004 neu eingerichtet.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Auchentoshan-Whiskys sind typische Vertreter der Lowland-Brände. Auchentoshan hat über all die Jahre die Dreifachdestillation beibehalten. Wähend andere Lowland-Brennereien wie Bladnoch auf die Produktion mit zwei Pot Stills umgestiegen sind, stellt Auchentoshan auch weiter leichte, fruchtige Malt-Whiskys her. Mit ihren drei Brennblasen kann Auchentoshan rund 1,65 Millionen Liter Alkohol im Jahr produzieren.

Die Whiskys aus der Auchentoshan-Destillerie sind zwar leicht, keinesfalls fehlt es ihnen aber an Charakter. Der leicht ölige Charakter verbindet sich mit den typischen Lowland-Aromen zu einem excellenten und leichten Whisky.

Auchentoshan wurde bisher vom Schicksal vieler anderen Lowland-Destillerien verschont. Viele Brennereien mit langer Geschichte mussten die Pforten schließen, als die Nachfrage nach weichen Blends immer weiter zurück ging und sie so ihren Whisky nicht mehr an die Blendhersteller verkaufen konnten. Morrison-Bowmore verwendet die Auchentoshan-Whiskys als Gegenpart zu den Bränden von Bowmore (Islay) und Glen Garioch (Highlands).

Abfüllungen

Elf Jahre alt, 40% vol. Alk.

Farbe Gold mit ein wenig Grün.

Geruch Bodenständig und leicht nach Sattlerei, Limone und Leinsamen.

Geschmack Frisch nach Zitronengras, Zitronennoten vermischen sich mit leichten Orangearomen. Eine ehr saubere Süße, ohne klebrig zu wirken.

Abgang Frisch und trocken, langsam ein wenig wärmer werdend.

 

 

Bowmore

Allgemeine Informationen

Die Bowmore-Destillerie gehört zu den großen und bekannten schottischen Destillerien. 1779 gegründet, liegt sie in der heimlichen Islay-Hauptstadt Bowmore direkt am Loch Indaal. Nicht nur geographisch gesehen rangiert Bowmore Whisky zwischen den südlicheren Islay-Malts (Port Ellen, Laphroaig, Lagavulin, Ardbeg) und den nördlich gelegenen Bruichladdich und Bunnahabhain, auch geschmacklich trifft dies zu. Die Destillerie ist fest in japanischer Hand.

Geschichte

Die Bowmore Destillerie wurde bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts offiziell gegründet, als viele schottische Destillerien noch als Schwarzbrennereien galten. Wohl hauptsächlich wegen seines ausgewogenen Geschmacks (es werden hauptsächlich Sherry-Fässer zur Reifung verwendet) gehört Bowmore zu den bekanntesten Islay-Whiskys. Bowmore bedeutet auf Gälisch "Großes Riff". Der Name bezieht sich auf ein Riff, das sich direkt vor der Brennerei im Wasser befindet

Die Gebäude der Destillerie liegen direkt am Loch Indaal, einer Bucht. Von Gischt umgeben, hat man vom Hafen aus einen schönen Blick auf die Brennerei. Nicht weit davon entfernt ist übrigens das Lochside Hotel, das mit seiner 400 Whiskys umfassenden Sammlung auf durstige Whisky-Trinker wartet.

Die Brennerei wurde von dem Farmer und Händler David Simpson gegründet. Simpson soll ab 1766 in Bowmore gelebt haben. Bowmore war damit die erste legale Brennerei auf Islay. Im Jahre 1963 schließlich wurde die Bowmore-Destillerie an den Whisky Broker Stanley P. Morrison Ltd in Glasgow verkauft, zu der auch die anderen Brennereien Auchentoshan und Glen Garioch gehören. Die Destillerie gibt ihr "Geburtsjahr" mit 1779 an, während andere Quellen von 1816 sprechen.

Bereits in den 1950-er Jahren gingen zehn Prozent des Besitzes an einen japanischen Investor über, 1994 wurde der gesamte kränkelnde Konzern Morisson Ltd. an die japanische Suntory Ltd. verkauft. Auch 25 Prozent von The Macallan gehören seit Neuestem zu einem japanischen Konzern. Suntory ist in Schottland auf Einkaufstour gegangen. In Osaka betreibt der Konzern die gößte Whisky-Destillerie der Welt.

Die Bowmore Brennerei besitzt selbst ein mehrstöckiges Mälzhaus und gehört zu den wenigen Destillerien, die zumindest noch einen Teil des benötigten Malzes selbst herstellen. Um Torf zu sparen, werden bei Bowmore Torf-Briketts in feine kleine gemahlen, was zu einer stärkeren Rauchentwicklung und einer besseren Ausnutzung des Torfes führt. Dieses Verfahren spart rund die Hälfte Torf ein.

Auch was die Umwelt betrifft ist die Bowmore Destillerie ganz vorne dabei. Die Abwärme aus dem Destillationsprozess wird beispielsweise genutzt, um damit Heizungen zu betreiben und um ein Schwimmbad zu beheizen. Außerdem soll der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) wesentlich weiter gesenkt werden. Die Umweltschutz-Bemühungen bei Bowmore sind zertifiziert nach ISO 14000 und ISO 9000.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Bowmore-Whiskys gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Islay-Whiskys. Dazu trägt wohl vor allem die Ausgewogenheit zwischen Rauch, Meer und Sherry-Süße bei. Geschmacklich ist Bowmore zwischen den südlichen Islay-Vertratern (Lagavulin, Laphroaig, Ardbeg und Port Ellen) und den nördlichen Islay-Whiskys (Bunnahabhain und Bruichladdich) angesiedelt.

Die Bowmore-Abfüllungen bestechen vor allem durch ihre Ausgewogenheit, die "Whisky-Papst" Michael Jackson als "ein Rätsel von kaum zu fassender Komplexität" beschreibt. Obwohl die Destillerie den Westwinden stärker als andere Brennereien ausgesetzt ist, hält sich der See-Anteil im Geschmack in Grenzen.

Je älter der Bowmore wird, umso stärker tritt der Einfluss der Sherry-Fässer zu Tage. Allerdings fällt die 15-jährige Ausführung aus der Reihe: der Geschmack ist dem Alter entsprechend ungewöhnlich stark und intensiv.

Bowmore hat mit ausgedünnten Beständen vor allem älterer Jahrgänge zu kämpfen - die Nachfrage ist sehr hoch und die Abgabe von der Destillerie deshalb teilweise limitiert, ein Schicksal, das Bowmore mit Lagavulin teilt. Auch was die Alterszusammensetzung der Bowmore-Whiskys angeht, werden ältere Jahgänge geschont. So sind kaum ältere Brände in den Whiskys zu finden. Angegeben werden muss dabei ja immer nur der jüngste Whisky.

Abfüllungen

Legend, ohne Altersangabe, 40% vol. Alk.

Farbe Ein tiefer Goldton.

Geruch Recht stark torfig und rauchig, appetitanregend und wild.

Geschmack Recht fest. Es tauchen Spuren von Eisen, Farn und Waldboden (?) auf. die Sherry-Süße, typisch für Bowmore, schmeckt noch recht erdig. Die einzelnen Geschmackselemente haben sich noch nicht völlig verbunden. Der Legend ist frisch und spritzig, kaum spritig.

Abgang Zunächst süßlich, dann salzig werdend. Scharf.

12 Jahre alt, 43% vol. Alk.

Farbe Wie Sherry.

Geruch Salzig, im Vergleich zum Legend stärker, nach Seetang und Rauch. Angenehm, da nicht zu heftig.

Geschmack width="80%"Anhaltende Sherry-Süße, schmeckt nach Heidekraut, Seetang, Salz und ein wenig nach Gewürzen. Der Geschmack ist sehr komplex und entwickelt sich sehr stark.

Abgang Salzig und recht lang.

 

 

The Glenlivet

Allgemeine Informationen

Die The Glenlivet-Destillerie ist eigentlich schon durch ihre Lage im Tal (Glen) des Flusses Livet geadelt. Denn was die Champagne für Schaumwein ist, das ist das Livet-Tal für den Highland Scotch Whisky. Zu alle dem ist The Glenlivet aber auch noch der Whisky, der sich "Der" Glenlivet nennt.

Viele Destillerien in der näheren und weiteren Umgebung haben den Zusatz Glenlivet von The Glenlivet abgekupfert. Dennoch: es gibt nur diesen einen. Die typische grüne Flasche darf in kleiner US-amerikanischen Bar fehlen.

Geschichte

Die Glenlivet-Destillerie gehört zu den großen und bedeutendsten Highland-Brennereien. Im malerischen Livet-Tal verbirgt sich eine große Whisky-Fabrik, die eine lange Tradition hat und auch geschmacklich zur Oberklasse gehört.

Schon vor der Legalisierung der Whisky-Destillation in Schottland wurde im Tal des Livet Whisky gebrannt. Nachdem der Earl of Gordon die Möglichkeit der Lizensierung geschaffen hatte, bewarb sich 1824 ein gewisser George Smith um eine Lizenz - und erhielt sie auch.

Aus der kleinen Brennerei wurde schließlich das Unternehmen The Glenlivet. Der Sohn von George smith, John Gordon, übernahm die Nachfolge, das Unternehmen heißt bis heute George & J.G. Smith. Schon im Jahr 1880 gab es juristische Streitereien um die Namensgebung des Whiskys. J & J.G. Smith erhielt in einem Musterprozess das Privileg, als einzige den Namen The Glenlivet führen zu dürfen. Dennoch führen einige Destillerien bis zum heutigen Tag den Zusatz "Glenlivet" in ihrem Namen.

Die heutige Brennerei wurde um das Jahr 1858 errichtet. 1953 entstand die The Glenlivet abd Glen Grant Distilleries Ltd. und 1977 kam the Glenlivet zusammen mit Glen Grant zu Chivas und damit zum kanadischen Seagram-Konzern. Deit 2002 gehört the Glenlivet zum französischen Konzern Pernod Ricard.

Im Juni 2010 wurde die Kapazität der Brennerei um satte 75% erweitert. Der Prince of Wales, Prince of Rothesay und britische Thronfolger, Prince Charles, nahm die Erweiterung am 4. Juni in Betrieb. Der Konzern hat dafür 10 Millionen Pfund investiert, neben einer neuen Mash Tun wurden acht neue Washbacks aus Pinienholz und sechs neue kupferne Brennblasen installiert. Das Unternehmen peilt damit die weltweite Marktführerschaft an, nachdem sich The Glenlivet in den Jahren seit 2002 von der Nummer drei zur Nummer zwei hochgearbeitet hatte.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die The Glenlivet-Whiskys haben dazu beigetragen, dass das Tal des Glenlivet als eigenständiger Whisky-Stil etabliert wurde. Sicher ist zumindest, dass alle Whiskys aus der Glenlivet-Region einige gemeinsame Charakteristika aufweisen.

Ihnen gemeinsam ist beispielsweise eine gewisse Eleganz und ein delikater Geschmack, der mit dazu beigetragen haben dürfte, dass das Tal des Livet auch als die "Champagne des Scotch" bezeichnet wird.

The Glenlivet gehört zu den erfolgreichsten Single Malt Whiskys. Insbesondere in den USA hat sich The Glenlivet zum Bestseller gemausert. Die typische grüne The Glenlivet-Flasche darf in keiner amerikanischen Bar fehlen. Der amerikanische Markt ist trotz aller gesetzlichen und moralischen Restriktionen riesig und deshalb heiß umkämpft.

Insgesamt sind die Malts von The Glenlivet fruchtig und blumig, geschmacklich ein typischer Aperitif.

Abfüllungen

12 Jahre alt, 40% vol. Alk.

Farbe Blass goldfarben.

Geruch Überraschend blumig für sein relativ junges Alter. Riecht sehr zart.

Geschmack Nach Pfirsichen auf einer Blumenwiese. Vanille, dazu malzige Trockenheit und Süße, die sich sehr gut ausbalancieren.

Abgang Lang und zurückhaltend.

 

 

Tomatin

Allgemeine Informationen

Die Tomatin Destillerie war die erste schottische Brennerei, die in japanischen Besitz überging. Die Verbindung ins Land der aufgehenden Sonne wird auch im Namen des Unternehmens deutlich. Seit 1986 heißt der Besitzer der Tomatin Destillerie Takara Shuzo and Okura & Co Ltd.

Die Destillerie liegt in den Hügeln über dem Findhorn River, auf einer Höhe von 315 Metern über dem Meeresspiegel.

Geschichte

Die Tomatin-Destillerie wuchs während der Boom-Jahre von 1950 bis 1970 zur größten Whisky-Destillerie Schottlands heran. Mit der Übernahme durch Takara Shuzo and Okura & Co Ltd. 1986 wurde Tomatin außerdem die erste schottische Destillerie, die ganz in japanischen Besitz über ging.

Gegründet worden war die Brennerei 1897. Bereits 1906 wurde das Unternehmen liquidiert, 1909 neu gegründet. von 1956 bis 1974 wuchs die Zahl der Brennblasen von zwei auf 23 (!). Alleine 1974 wurden ein ganzes Dutzend Stills auf einmal neu in Betrieb genommen.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Tomatin-Whiskys sind kräftig und gehaltvoll. Nicht die komplexesten Speyside-Whiskys, aber dennoch überdurchschnittlich. die Destillerie wuchs in den Boom-Jahren von 1950 bis 1970 zur größten Malt-Destillerie Schottlands heran.

Tomatin ist vor allem bei denm Belndmeistern sehr beliebt und ist bis heute die größte Whisky-Destillerie geblieben. Die Malts von Tomatin sind malzig, ein typischer Digestif.

Abfüllungen

10Jahre

Farbe: goldfarben

Geruch: frisch mit einer klaren Süße von Malz und wenig trockener Rauch

Geschmack: Süß, gepaart mit rauchiger Trockenheit

Abgang: Nussig

 

12Jahre

Farbe: goldfarben

Geruch: würzig und parfümiert. Nach Rosinen

Geschmack: Süß und klar, Karamell, sehr gut abgerundet,

Abgang: wärmer werdend

 

Benrinnes

Allgemeine Informationen

Die Benrinnes Destillerie am Fuße des gleichnamigen Berges Ben Rinnes (840 Meter) wurde wahrscheinlich schon sehr früh gegründet. Erste Gründungsdaten weisen auf das Jahr 1826 hin. Zumindest bestand die Brennerei schon im Jahr 1829.

Benrinnes gehört seit vielen Jahren zu United Distillers & Vinters (UDV), die die Brennerei schon im Jahr 1930 erwarben.

Geschichte

Die Benrinnes-Destillerie wurde im Jahr 1826 unweit des Gipfels Ben Rinnes, der der Destillerie ihren Namen gab, erbaut. Aber nur drei Jahre später war von der Brennerei nichts mehr übrig geblieben: Benrinnes war von der "großen Überschwemmung" ("great Floods") einfach weggespült worden.

Es dauerte einige Jahre bis 1935, bis William Smith & co. die jetzige Whisky-Destillerie aufbauten. 1864 von David Edward übernommen, kauften John Dewar & Sons Ltd.1922 die Benrinnes-Destillerie.

Komplett renoviert wurde Benrinnes 1955, elf Jahre später, 1966, wurde die Zahl der kupfernen Brennblasen von drei auf sechs erhöht. Es dauerte jedoch bis zum Jahr 1991, bis Benrinnes-Whisky erstmals offiziell als Single Malt in Flaschen abgefüllt wurde. Die Destillerie verfüg tüber zwei Paar Brennblasen, die etwa 2,6 Millionen Liter Whisky im Jahr destillieren können.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Benrinnes-Whiskys waren zunächst nur als unabhängige Abfüllungen erhältlich. Es dauerte lange, bis 1991, bevor die erste offizielle Singe Malt-Abfüllung von Brenrinnes auf den Markt gebracht wurde.

Die 15-jährige Abfüllung ist überaus mächtig und cremig, ein klassischer Digestif. Benrinnes setzt teilweise das Verfahren der Dreifachdestillation ein. In den Highlands ein Novum, und auch in den Lowlands inzwischen recht selten. Benrinnes-Whiskys finden sich auch in den Blends von Crawford.

Abfüllungen

15 Jahre alt, Flora und Fauna, 43% vol. Alk.

Farbe Rotbraun.

Geruch Ein sehr schwerer Duft, ein Hauch Sherry ist auszumachen, dazu ein etwas ungewöhnlicher Rauch. wie angebranntes Toffee.

Geschmack Trocken und abgerundet. Nur langsam sind einzelne Aromen auszumachen: Lakritze, Anis, Vanille, bittere Schokolade und Rauch.

Abgang Leicht süß und rauchig.

 

 

Highland Park

Allgemeine Informationen

Die Highland Park-Destillerie ist die nördlichste Scotch Malt-Destillerie. Zusammen mit Scapa liegt sie auf der Insel Orkney nördlich der Highlands. Tatsächlich weist Highland Park-Whisky deutliche Einflüsse von Seearoma auf, ohne jedoch die typischen Geschmacksnoten der Highland-Whiskys zu verlieren.

Geschichte

Die Highland Park-Destillerie ist die nördlichste Malt-Destillerie Schottlands, sie liegt bei der Stadt Kirkwall. Trotz des sehr rauhen Klimas auf den Orkney-Inseln wird dort ein Whisky hergestellt, der eher den Highlands zugeordnet werden sollte.

Highland Park verfügt noch über eigene Mälzböden, auf denen zumindest ein Teil des benötigten Malzes selbst hergestellt wird - und dabei wird reichlich getorft. Der Torf wird bei Highland Park in unmittelbarer Nähe aus jungen Schichten gestochen. Dies ist Grund für den wurzeltönigen Heidekraut-Charakter der Highland Park-Whiskys.

Die Gegend um die Destillerie, von wo aus man einen Blick über die Inselgruppe der Orkneys hat, wurde seit jeher High Park genannt. 1798 begann dort ein gewisser Magnus Eunson, Whisky zu produzieren: Die Geburtsstunde von Schottlands nördlichster Destillerie, auch wenn damals noch an den Steuerbehörden vorbei schwarz gebrannt wurde. Als die Brennerei im Jahr 1826 legalisiert wurde (und fortan Steuern an den schottischen Staat abführte), war die Gegend bereits als "Highland Park" bekannt.

Tasting Notes

Allgemeine Geschmacksinformationen

Die Highland Park-Whiskys werden in Blends oft als Katalysator benutzt, der dazu dient, die Aromen der anderen Whiskys deutlicher hervortreten zu lassen. Aber auch als Single Malt entfaltet sich Highland Park bis in hohes Alter sehr stark. Dabei werden typische Highland-Einflüsse mit frischer Seeluft kombiniert.

Flach gestochenes Torf sorgt dafür, dass sich deutliche Heidekraut-Aromen im Highland Park-Whisky bemerkbar machen. Dies resultiert aus einem relativ hohen Wurzelanteil im Torf. Hinzu kommen neben typischer Highland-Malzigkeit und eigener Rauchigkeit eben noch Salz und Seeluft. So wird der Whisky angenehm rund und in sich abgeschlossen.

Highland Park gilt als der "Allround-Whisky" schlechthin, eben weil er einen gefälligen Geschmack hat und somit fast zu jeder Gelegenheit passt. Dieser universelle Charakter wird auch in der Werbung des Whiskys betont.

Die beiden Stilrichtungen des Inselcharakters und des Highlandgeschmacks lassen die Whiskys aus Schottlands am weitesten nördlich gelegener Destillerie zu echten Allroundern werden. Michael Jackson empfiehlt sie in seinem Malt Whisky-Guide "zur Stärkung oder zu einem guten Buch im Bett".

 

 

10 Jahre alt, 1989, Cadenhead, bottled Feb. 2000, 57,9% vol. Alk.

Farbe Blasses Gold.

Geruch Der Geruch ist angenehm und frisch und erinnert an eine Sommerwiese. Sehr entfernt ist eine Spur Rauch zu erahnen. Verdünnt erinnert der Geruch an weiche schokoladig-sahnige Milchschokolade.

Geschmack Zunächst angenehm süßlich ohne Malzgeschmack, dann trockener werdend. Dennoch leicht und alkoholisch. Mit Wasser verdünnt zergeht der Whisky auf der Zunge, bleibt trocken. Das Feuer bleibt abgeschwächt erhalten. Bei starker Verdünnung weicht die Süße einem herben Geschmack.

Abgang Kurz und feurig-alkoholisch.

 

 

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